GPT-5.5 kostet doppelt so viel wie der Vorgänger
OpenAI hat am 23. April GPT-5.5 vorgestellt. Das Modell soll planen, Tools nutzen, seine eigenen Ergebnisse prüfen und Aufgaben selbstständig abarbeiten. Klingt nach Agent. Kostet auch wie einer.
Was drin steckt
GPT-5.5 ist das erste komplett neu trainierte Basismodell seit GPT-4.5. OpenAI nennt es "eine neue Klasse von Intelligenz für echte Arbeit und Agents." Entwickelt wurde es zusammen mit NVIDIAs GB200- und GB300-NVL72-Rack-Systemen. Also maximale Hardware für maximalen Anspruch.
Zahlenbox
- 2×** — API-Preis im Vergleich zum Vorgänger
- Launch:** 23. April 2026
- Hardware:** NVIDIA GB200 & GB300 NVL72
- Erstes neues Basismodell** seit GPT-4.5
Der Agentic-Pitch
OpenAI verkauft GPT-5.5 nicht als besseren Chatbot. Das Modell soll eigenständig arbeiten: planen, Tools aufrufen, Ergebnisse kontrollieren. Die Botschaft ist klar — OpenAI will den Agent-Markt dominieren, bevor Anthropic, Google und die Open-Source-Fraktion zu viel Boden gutmachen.
✅ Pro
- Erstes Modell, das von Grund auf für agentisches Arbeiten gebaut wurde
- Co-Design mit NVIDIA-Hardware sollte Inference-Performance liefern
- Eigenständige Fehlerprüfung eingebaut
❌ Con
- Doppelter API-Preis schließt kleinere Entwickler aus
- Benchmarks bisher nur von OpenAI selbst behauptet
- "Most capable" haben wir schon bei jedem Launch gehört
💡 Was das bedeutet
Der Preis ist die eigentliche Nachricht. OpenAI positioniert GPT-5.5 als Premium-Produkt für Unternehmen, die Agents in Produktion bringen wollen. Wer bisher GPT-4o für Agent-Workflows genutzt hat, muss jetzt rechnen — doppelte Kosten pro API-Call fressen Margen schnell auf.