🚨 KI-CRIME
Anwalt fliegt mit KI-Fake-Zitaten auf
Ein US-Anwalt wollte Meta verklagen — und reichte dabei Gerichtsurteile ein, die nie existierten. Der Richter roch den Braten sofort.
Ein US-Anwalt wollte Meta verklagen — und reichte dabei Gerichtsurteile ein, die nie existierten. Der Richter roch den Braten sofort.
Was konkret passiert ist
Nikko D'Ambrosio verklagte 27 Frauen, einen Mann und mehrere Plattformen. Der Grund: In einer Facebook-Gruppe "Are We Dating The Same Guy" hatten Nutzerinnen ihn als "clingy" und "psycho" bezeichnet. Sein Anwalt baute die Klage offenbar mit ChatGPT — und vergaß den Faktencheck.
Die Bilanz des Desasters
- 27** verklagte Frauen
- 1** Klage gegen Meta — abgewiesen
- 0** der angeführten Gesetzeszitate existierten wirklich
- Mehrere** komplett erfundene Urteile im Schriftsatz
“
Der Schriftsatz enthielt keinerlei Verweis auf legislative Feststellungen.— Richter David Hamilton
💡 Was das bedeutet
KI-Halluzinationen vor Gericht sind längst kein Einzelfall mehr. Anwälte, die ChatGPT-Output ungeprüft einreichen, verlieren nicht nur den Fall — sie riskieren ihre Zulassung. Und der Mandant zahlt doppelt: für die Klage und für die Blamage.
Pro/Con der Anwaltsstrategie
#### Pro
- Schneller Schriftsatz in Rekordzeit
#### Con
- Klage abgewiesen
- Öffentliche Demütigung weltweit
- Bundesweite Berichterstattung über den Mandanten
- Potenzielle Disziplinarverfahren
🤖 NERDMAN-URTEIL
Wer einen Mann verklagt, der "psycho" genannt wurde, beweist mit KI-Phantomzitaten ungewollt, dass die Bezeichnung vielleicht passt.
Quelle: 404 Media · Erschienen: 19. Mai 2026 · 13:23
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