KI-Firmen plündern Daten toter Unternehmen
Firma pleite, Daten zu verkaufen: In den USA kaufen KI-Unternehmen massenhaft interne Kommunikationsdaten von abgewickelten Firmen auf. Ein Daten-Goldrausch auf Kosten ehemaliger Mitarbeiter.
So läuft der Deal
Geht ein Unternehmen in die Insolvenz, werden seine Assets versteigert. Dazu gehören inzwischen auch Slack-Nachrichten, E-Mails und interne Dokumente. KI-Firmen greifen zu — denn echte menschliche Kommunikation ist perfektes Trainingsmaterial.
💡 Was das bedeutet
Wer jemals in einer Firma gearbeitet hat, die später pleiteging, muss damit rechnen: Jede interne Nachricht, jede E-Mail, jeder Witz im Teamchat könnte jetzt in einem KI-Modell stecken. Die Betroffenen werden nicht gefragt. Sie werden nicht bezahlt. Sie erfahren es nicht einmal.
Das Problem in Zahlen
- 0 Cent** — bekommen ehemalige Mitarbeiter für ihre Daten
- 0 Mal** — werden Betroffene um Einwilligung gefragt
- 100%** — legal nach aktuellem US-Recht
✅ Pro
- Insolvenzverwalter maximieren den Erlös für Gläubiger
- Daten werden "verwertet" statt gelöscht
❌ Con
- Keine Einwilligung der Betroffenen
- Private Gespräche werden zu Trainingsdaten
- Kein Widerspruchsrecht für Ex-Mitarbeiter
- In der EU wäre das ein DSGVO-Albtraum
Warum das auch uns betrifft
Noch ist das Phänomen auf die USA beschränkt. Aber US-Modelle trainiert mit diesen Daten landen auch auf europäischen Rechnern. Und die Frage, wem Firmendaten nach einer Insolvenz gehören, ist auch in Deutschland nicht so klar beantwortet, wie man hoffen würde.